Osteopathie ist ein ganzheitliches, manualtherapeutisches Behandlungskonzept zur Unterstützung der Eigenregulation des Körpers. Sie versteht den Mensch dabei als Funktionseinheit verschiedener Systeme. Ein Osteopath versucht, Zusammehänge zu erkennen und Ursachen für Beschwerden nachhaltig zu lösen.
Als Osteopathen untersuchen und behandeln wir unsere Patienten mit unseren Händen. Da Symptome und Funktionsstörungen mit dem ganzen Körper vernetzt sein können, bezieht man in der Osteopathie alle Systeme des Menschen mit ein. Auch das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele ist sehr bedeutsam und der Mensch wird stets in seiner individuellen Gesamtheit betrachtet. Osteopathie ist daher keine reine Körpertherapie, sondern eine ganzheitliche Art der Medizin, deren Anfänge bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Dr. Andrew Taylor Still erkannte vor über 150 Jahren diese Prinzipien und entwickelte sie zu einer Philosophie und einem sich daraus ergebenden Behandlungskonzept, um die damalige Schulmedizin zu verbessern.
Wir behandeln Menschen - nicht Krankheiten.
Wir suchen nach Ursachen - nicht nach Symptomen.
Wir sehen die Verbindungen zwischen den Systemen des Körpers.
Gesundheit ist kein starrer Zustand und bedeutet nicht, niemals krank zu werden. In der Osteopathie sehen wir Krankheitsprozesse vielmehr ebenso als Ausdruck unserer Gesundheit, unserer Regulation, um unser Gleichgewicht wiederzuerlangen und aufrecht zu erhalten. Meistens brauchen wir hierfür nur etwas Zeit und Ruhe, Bewegung, Atmung, gute Nahrung, Luft und Licht. Aber manchmal sind die Herausforderungen groß und wir kommen nicht weiter. An dieser Stelle möchten wir unsere Patienten unterstützen, die Rahmenbedingungen für ihre Eigenregulation zu verbessern. Dabei liegt alles Potenzial bereits im Menschen selbst. Wir ebnen lediglich etwas den Weg und vertrauen dabei auf die Kräfte im Inneren, auf die Natur in uns.
Ziel unserer Behandlung ist es nicht, schnell Symptome zu bekämpfen oder zu unterdrücken. Vielmehr geht es um das Auffinden und Verstehen der Hintergründe und Ursachen und um ein nachhaltiges Stabilisieren des inneren Gleichgewichtes. Wichtig ist uns hierbei, verantwortungsvoll und selbstwirksam für die eigene Gesundheit in Handeln zu kommen und dabei auch notwendige Veränderungen im Leben umzusetzen.
Dr. A. T. Still (Begründer der Osteopathie)
Die Osteopathie kann in allen medizinischen Bereichen Anwendung finden. Ein Osteopath behandelt keine isolierten Symptome oder Krankheitsbilder, sondern Menschen. Es gilt die Ursachen und Hintergründe der Beschwerden ausfindig zu machen um Gesundheitsprozesse des Patienten nachhaltig zu unterstützen. Die Osteopathie kann alleinig, aber auch begleitend zu anderen medizinischen Therapien angewandt werden. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihr persönlicher Fall in eine osteopathische Praxis gehört, können Sie Ihre Situation natürlich gerne im Vorfeld mit uns besprechen.
Osteopathie hat natürlich auch Grenzen. Diese liegen in erster Linie dort, wo auch die Selbstregulationskräfte des Körpers an ihre Grenzen geraten. Vor allem medizinische Notfälle und akute psychiatrische Erkrankungen gehören zunächst nicht in eine osteopathische Praxis, sondern in die Hand der Schulmedizin. Ebenso sollten frische strukturelle Verletzungen, wie zum Beispiel Knochenbrüche, in erster Linie schulmedizinisch versorgt werden. Begleitend kann man allerdings auch hier osteopathisch hilfreich zur Seite stehen.
Als verantwortungsbewusste und qualifizierte Osteopathen kennen wir durch unser medizinisches Fachwissen als Heilpraktiker sowohl unsere eigenen Grenzen, als auch die unserer Therapie. Zur Differenzierung schwerwiegender Erkrankungen oder Risiken fließen gegebenenfalls Untersuchungen der Schulmedizin, wie z.B. Blutdruckmessen, mit in die osteopathische Untersuchung ein. Sollten sich Unklarheiten, Risiken oder Kontraindikationen aufzeigen, werden wir entsprechend handeln und Sie an einen geeigneten Arzt überweisen.
Westerfeldstraße 35
33611 Bielefeld
Tel.: 0521 / 399 55 123
E-Mail: info@osteopathie-seeliger.de
oder nutzen Sie unser Kontaktformular:
Das Berufsbild des Osteopathen ist in Deutschland bislang nicht einheitlich geregelt und der Begriff "Osteopathie" bzw. "Osteopath" nicht geschützt. Berufsverbände wie der Verband der Osteopathen e.V. (VOD e.V.) sind politisch aktiv und vertreten die Umsetzung einer festgelegten Ausbildung und entsprechender Qualitätssicherung der Osteopathie in Deutschland.
Osteopathie ist Heilkunde und darf als solche ausschließlich als Arzt oder Heilpraktiker ausgeübt werden. Man kann die Osteopathie derzeit als berufsbegleitende Ausbildung in meist 5 bis 6 Jahren (bei bestehendem medizinischen Vorberuf), als vier- bis fünfjährige Vollzeitausbildung sowie über ein Bachelor- und Master-Studium an verschiedenen privaten Schulen erlernen. Verschiedene Berufsverbände sichern die Qualität der praktizierenden und auf entsprechenden Therapeutenlisten geführten Osteopathen. Eine Therapeutenliste des VOD e.V. finden Sie hier.
Als Mitglieder des VOD e.V. sind wir ebenfalls auf dieser Liste zu finden. Um dort geführt zu werden müssen nicht nur eine fundierte und umfangreiche Ausbildung, sondern auch regelmäßige Fortbildungen nachgewiesen werden.
Der Verband der Osteopathen Deutschland e.V. informiert auf seiner Homepage regelmäßig über aktuelle Medienberichte, Pressemittteilungen, weiterführende Forschungsergebnisse sowie die derzeitige Entwicklung der politischen Arbeit im Bezug auf das Berufsbild des Osteopathen.
Viele nützliche und interessante Informationen zur Osteopathie, u.a. auch zur Bezuschussung der einzelnen Krankenkassen, finden Sie auf www.osteokompass.de.
Die oben aufgeführte Beschreibung der hier vorgestellten Therapieform beinhaltet kein Heilversprechen. Lesen Sie hierzu unsere Hinweise.
|
|
|
|